Orchester/Combos
35 - 0584175
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Das was bleibt

Merkliste
Zusammenfassung

Kicks’n Sticks ist das professionelle Jazz-Orchester der Metropolregion Rhein-Neckar und vereint viele der besten hier lebenden Jazzmusiker. Die bereits seit 2002 bestehende Band umfasst heute einen Musiker-Pool von über 30 Musikern. Kicks’n Sticks hat es sich zur Aufgabe gemacht, die gesamte Geschichte und Bandbreite des orchestralen Jazz in künstlerisch hochwertigen Aufführungen zu präsentieren.

Kicks’n Sticks hat u.a. mit Bill Ramsey, Janice Dixon, Xavier Naidoo und Marc Marschall gespielt. Aus diesen vielfältigen Konzerterfahrungen hat sich Kicks’n Sticks über die Jahre ein äußerst umfangreiches Repertoire erarbeitet, das vom Swing der 1930er Jahre bis hin zu zeitgenössischen Uraufführungen reicht.

Die musikalische Leitung der Band verteilt sich heute gleichberechtigt auf Frank Runhof, sowie Martin S. Schmitt und Jochen Welsch, die zudem allesamt als versierte Komponisten und Arrangeure zum eigenständigen Sound von Kicks’n Sticks beitragen.

Der Komponist und Leiter Jochen Welsch schreibt über Das was bleibt:

„Ich suche nicht, ich finde. (…) Das ist also der Wesenszug des modernen Menschen, dass er sich bei aller Angst des Loslassens doch in jeder Situation durch die Möglichkeiten, die immer schon vorhanden sind, getragen weiß.“ Pablo Picasso

Was bleibt von 80 verschiedenen Programmen in über zwölf Jahren? Kein Schall, kein Rauch? Erinnerungen verblassen leise. Es heißt, die Zeit heile alle Wunden. Kann denn sowas überhaupt stimmen?

Alle fünf Jahre ist die Documenta zu Kassel. Wir dokumentieren hier nach 14 Jahren zum zweiten Mal unsere Kunst und unser Handwerk. Die Band spielt längst weiter. Gestern war heute.

Hier und heuer zeigt sich das Jazzorchester der Metropolregion Rhein-Neckar - drei Musikalische Leiter, vier Gäste, 22 Musikerinnen und Musiker - als ein Kollektiv aus 29 Teilen, dazu noch Komponisten und Arrangeure, Tonmeister, Designer, Fotografen, Lokomotivführer, Ludwigsburg, Lastkraftwagen, Ludwigshafen, Zimmermädchen, Mannheim, Heidelberg, Hamburg, Köln, Hörerinnen und Hörer, La France, Planet Erde. Wo anfangen und wo mit der Kunst enden?

Und morgen? Kommen Sie uns besuchen, erleben Sie uns eigenverantwortlich, vertrauen Sie sich dem nächsten Schritt an. Zur Zeit dieser Veröffentlichung können Sie uns sechs Mal in der Saison von September bis Mai in der Alten Feuerwache Mannheim erleben; jedes Mal in andrer Gewandung und das schon im zwölften Jahr. Googeln Sie nach Sundaykick, der Konzertreihe der Bigband Kicks’n Sticks.

Wenn Sie ein Haus haben, dann wissen Sie, was da mit der Zeit alles zusammenkommt. Wenn Sie keines haben, dann wissen Sie wohl trotzdem genug, um sich die Unmöglichkeit eines Unterfangens ausmalen zu können, nämlich das Gerecht-Werden dem gegenüber, was der Fall ist - und zwar jetzt, aber auch gegenüber dem, was in 14 Jahren schon alles der Fall gewesen ist. Selbst wenn Sie sich in der materiellen Welt längst davon - ich meine von dem Haus - getrennt haben, bleiben Erinnerungen; gegebenenfalls auch die Erinnerungen anderer Menschen an Sie. Museen sind gute Orte für Erinnerungen und Denkmäler. Letztere stehen oft erhöht da.

Wir wollen hiermit weder Museum noch Denkmal sein, ebensowenig wollen wir ein Best of-Album vorlegen, noch Ihrem hungrigen Geiste und ihrem prallen Portemonnaie ein weiteres Konzeptalbum aufschwatzen. Am Anfang und Ende steht ein Blues. Die Welt sei alles, was der Fall ist, stellte Wittgenstein fest (Tractatus logico-philosophicus: erster Satz) und der Buddha lehrte Konzeptlosigkeit. Die allermeisten Stücke sind Ersteinspielungen. Kann das falsch sein?

Picasso weiter: „Suchen, das ist das (…) Finden-Wollen von etwas Neuem im bereits bekannten. Finden ist etwas völlig anderes. Es ist das Unerwartete. Es ist das Neue, auch in der Bewegung. Das ist ein gewaltiges Wagnis und ein heiliges Abenteuer. Und dieses Abenteuer können nur diejenigen bestehen, (…) die sich in der dunklen Nacht einem unsichtbaren Stern bedingungslos anvertrauen, die sich von ihren Zielen ziehen lassen und ihre Ziele nicht – menschlich klein – selbst bestimmen.

Wir laden Sie ein: Hören Sie hier und jetzt unsere Entscheidungen für Das was bleibt. Funky Boots! Sie sind ein moderner Mensch.

Jochen Welsch

Besetzung:

Woodwinds:

Tim Hurley, Fabian Schöne, Olaf Schönborn, Gary Fuhrmann, Cordula Hamacher, Nicolai Pfisterer, Sebastian Nagler

Trombones:

Marcus Franzke, Garrelt Sieben, Thomas Weiland, Peter Hedrich, Frederic Andrej (b-tb)

Trumpets & Flugelhorns:

Jens Müller, Claus Löhr, Alexander Hartmann, Stephan Udri, Janis Hug, Heiko Hubmann

Rhythmic Section:

Rocco Dürlich (guitar), Volker Engelberth (grand piano, electric piano), Friedrich Betz (double bass, electric bass), Dominik Raab (drums)

Conductors: Frank Runhof, Martin Sebastian Schmitt, Jochen Welsch

Guests: Ingolf Burkhardt (trumpet), Stephanie Neigel (vocal), Juliette Brouset (vocal), Thomas Stabenow (double bass)

Titel
  • Hi-Heel Sneakers
  • Spring
  • Non Ti Scudari Mai
  • Here's That Rainy Day
  • What...?
  • I've Never Been in Love Before
  • It's All Right With Me
  • You Are Here
  • Das was bleibt – Prelude
  • Das was bleibt
  • Liebeslied
  • Zeralda's World – Prelude
  • Zeralda's World
  • Cloak and Dagger